Im ersten Teil unseres Tutorials haben wir eine Datenbank eingerichtet und WordPress auf unserem Webserver installiert. Des Weiteren haben wir ein erstes Plugin „Maintenance“ installiert, mit diesem Plugin versetzen wir unsere Website in den Bearbeitungsmodus. Was der Vorteil am Bearbeitungsmodus ist? Wenn unser Bearbeitungsmodus aktiviert ist, sehen Besucher nicht unsere Website-Baustelle sondern den Hinweis „Diese Seite befindet sich im Aufbau„. Im zweiten Teil des Tutorials möchte ich euch das WordPress Backend erklären und euch zeigen welche Plugins ich immer zuerst installiere.

Wie gelangst du in das WordPress Backend?

Du hast bereits eine Domain und einen Webserver auf dem WordPress installiert ist. Um nun in das Backend oder auch Menü zu kommen, gibst du folgendes in die Adressleiste deines Browsers ein „www.deine-domain.de/login„. Nach der Eingabe öffnet sich eine Seite, in der du aufgefordert wirst deine Zugangsdaten einzugeben. Nachdem du dich erfolgreich eingeloggt hast, bist du im WordPress Backend. Hier startest du im Normalfall immer in dem Menüpunkt „Dashboard„.

Wie ist das Backend aufgebaut?

Das WordPress Backend ist ganz simpel aufgebaut. Auf der linken Seite findest du das Menüband, in diesem kannst du die verschiedenen Menüpunkte zur Bearbeitung anwählen. Hast du einen Menüpunkt angeklickt, öffnet sich das Menü rechts vom Menüband. Im Kopf des Backends findest du noch eine weitere schmale Menüleiste, in dieser kannst du sehen ob Aktualisierungen oder neue Kommentare vorhanden sind. Hast du ein spezielles Theme gekauft, findest du dort auch noch weitere Bearbeitungspunkte des Themes, später aber mehr zu oberen Menüleiste.

Aufbau vom linken Menüband

Wordpress Menüband

 

  1. Dashboard: Das Dashboard ist die Standard-Seite nach dem Login in das WordPress Backend. Hier findest du sämtlich Informationen, wie z. B. die Anzahl der aktuelle Beitrage. Das Dashboard kannst du ganz nach deinen Wünschen einrichten, so dass du für dich die beste Übersicht hast.
  2. Jetpack: Jetpack ist ein Plugin, welches im immer zuerst installiere! Hiermit kannst du Website-Statistiken abrufen und bekommst auch noch einige coole Widgets dazu.
  3. Beiträge: Der Punkt Beiträge erklärt sich eigentlich von selbst. Denn in diesem kannst du, man glaubt es kaum, deine Beiträge erstellen und bereits erstellte ansehen und auch bearbeiten. Doch nicht nur das, auch Kategorien und Schlagwörter können hier angelegt werden.
  4. Bee Sliders: Hierbei handelt es sich um gekauftes Premium Plugin. Mit diesem kannst du verschiedene animierte Slider erstellen. Ist zwar kein must-have, aber wenn du einen animierten Sliver erstellen möchtest auf jeden Fall sinnvoll.
  5. Medien: Unter dem Punkt Medien kannst du z. B. Bilder hochladen, die du später in deine Beiträge einbinden möchtest. Nach dem hochladen der Bilder kannst du direkt die Bildtitel und Alt-Texte bearbeiten. Veraltete oder von dir nicht mehr gewünschte Bilder können hier auch dauerhaft entfernt werden.
  6. Seiten: Diesen Punkt finde ich besonders interessant. Denn hier kannst du z. B. deine eigene individuelle Startseite erstellen und nicht nur das. Über diesen Punkt kannst du auch Kontaktformulare, Impressum, Datenschutzerklärung und andere Seiten erstellen.
  7. Kommentare: Hast du deine Website Online geschaltet, möchtest du unter Umständen auch, dass deine Beiträge von Besuchern kommentiert werden. Die eingegebenen Kommentare wirst du hier unter dem Punkt Kommentare finden, dort kannst du diese freigeben, ablehnen und auch beantworten.
  8. Adverts: Dies ist ein kostenloses Plugin, mit dem du Banner für deine Website erstellen kannst.
  9. Formulare: Meiner Meinung nach ebenfalls ein sehr wichtiges Plugin, welches auch noch kostenlos ist. Mit dem Plugin „Contact Form 7“ erstellst du Kontaktformulare und kannst diese kinderleicht in deine Seiten und Beiträge einbinden. Wie du ein Formular erstellst, werde ich dir in einem separaten Tutorial noch einmal genau zeigen.
  10. Design: Möchtest du ein kostenloses oder ein gekauftes Theme nutzen? Denn unter dem Punkt „Design“ lädst du deine Themes hoch und passt diese optisch nach deinen Wünschen an. Wie du ein Theme installieren kannst und ob du ein gekauftes oder ein kostenloses Theme nutzen solltest, wird in meinem Artikel „WordPress Theme kaufen – Erklärung, Kosten und Erfahrungen“ noch einmal genauer beschrieben.
  11. Plugins: Wie der Name schon sagt, kannst du hier diverse Plugins installieren. Zum einen kannst du kostenlose Plugins direkt über die Suchfunktion finden und installieren, aber auch gekaufte als .rar-Datei hochladen und aktivieren.
  12. Bee-Slider-Optionen: Ist nur für erweiterte Einstellungen vom Plugin „BeeSlider ( Punkt 4)„.
  13. Benutzer: Unter diesem Punkt kann dein eigenes Benutzerkonto bearbeitet und neue Benutzer hinzugefügt werden.
  14. Werkzeuge: Mit den Werkzeugen können Datensätze Im- und Exportiert werden.
  15. Einstellungen: Durch die Einstellungen kannst du dich am besten einmal vom ersten Punkt „Allgemein“ bis hin zu „Permalinks“ durchklicken und die nötigen Daten eingeben. Bei der Installation von bestimmten Plugins, werden Einträge unter dem Punkt „Einstellung“ hinzugefügt.
  16. Yoast SEO: Für mich eines der wichtigsten Plugins überhaupt! Denn Yoast SEO hilft dir bei der Erstellung von Beiträgen auf die Suchmaschinenfreundlichkeit zu achten. Zudem kannst du über das Yoast SEO Plugin auch die Google Search Console mit Informationen füttern.

Aufbau der oberen Menüleiste

In der oberen Menüleiste gibt es eher wenige Einstellungsmöglichkeiten. In erster Linie sieht man in ihr sämtliche Statusinformationen. Man sieht ob es offene Plugin-Aktualisierungen und unbeantwortete Kommentare gibt, du siehst hier aber auch, ob sich deine Website im Bearbeitungsmodus befindet. In diesem Fall befindet sich die Seite nicht im Bearbeitungsmodus, dies erkennst du an dem Schriftzug „Maintenance ist Off„.

Wordpress obere Menüleiste

Welche Plugins mir am wichtigsten sind

Es gibt sehr viele Plugins, aber einige dieser Plugins sind für mich sehr wichtig. Folgende Plugins installiere ich immer direkt nach der Installation von WordPress.

  • Jetpack: Mit Jetpack kannst du deine Website Statistiken abrufen und erhälst dazu noch coole Widgets.
  • Contact Form 7: Mit diesem Plugin kannst du sämtlich Kontaktformulare erstellen und ganz einfach in deine Beiträge oder Seiten einbauen.
  • Yoast SEO: Dieses Plugin hilft dir dabei deine Seiten, Beiträge und Kategorien suchmaschinenfreundlich zu gestalten.
  • Monster Insights: Wenn du Google Analytics nutzt, dann macht es Sinn, dieses Plugin zu installieren. Den Google Analytics Tracking-Code kannst du direkt über dieses Plugin einfügen und weitere Analytics-Einstellungen vornehmen.
  • Easy Affiliate: Du kannst direkt deine Affiliate-Links in dieses Plugin eingeben und beliebig oft mit einem Klick einfügen. Der Vorteil ist, dass du die Affiliate-Links nicht jedes mal beim einbinden neu eingeben musst. Auch wenn sich dein Affiliate-Link ändern sollte, reicht es aus diesen für den entsprechenden Affiliate-Partner in diesem Plugin zu ändern. Die Änderung wird dann für alle Links aus der Kategorie übernommen.
  • Disqus Comment System: Das Kommentar-System von Disqus bietet dir weitaus mehr Möglichkeiten, als das Standard von WordPress.
  • PushCrew: PushCrew ist ein Plugin, mit dem du Stammleser generieren kannst. Je nach Einstellung ploppt deinem Leser nach einigen Sekunden Besuchszeit auf deiner Seite ein kleines Pop-up Fenster auf. Hier kann dein Besucher wählen, ob er über neue Inhalte auf deiner Seite informiert werden möchte.

Was haben wir bis hierhin gemacht?

  • Teil 1: Datenbank erstellt, WordPress auf unserem Webserver installiert, das Plugin Maintenance für den Bearbeitungsmodus installiert
  • Teil 2: Erklärung des WordPress Backends, die Plugins die meiner Meinung nach direkt nach der WordPress Installation heruntergeladen werden sollten

Wie geht es im dritten Teil weiter?

Ab dem dritten Teil der Turorial-Reihe fangen wir mit dem Design unserer Website an. Hierzu werden wir erst das grundlegende Design für Header, Footer und Sidebar festlegen und dann einige Widgets hinzuschalten. Diese Schritte sind für die spätere Erstellung von Menüs und Beiträgen enorm wichtig.

Gibt es Plugins, die du nach jeder WordPress Installation zuerst herunterlädst? Wenn ja, um welche Plugins handelt es sich?
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